Frontends zur Paketverwaltung

Beim Lesen eines Artikels zum Kommandozeilentool smart im Linux-User ist mir wieder aufgefallen, dass solche Artikel meistens dann Halt machen, wenn es langsam interessant wird. Pakete installieren, deinstallieren, das System updaten, schön und gut…

Aber wie ermittele ich z.B. alle verfügbaren Versionen eines Pakets, wenn mehrere Paketquellen definiert sind (sowas wie „apt-cache policy kdebase3“)? Und wie installiere ich dann genau eine Version davon, die nicht diejenige ist, die das System automatisch als beste installieren würde? Muss man dazu einzelne Quellen (temporär) deaktivieren, mit Prioritäten versehen, oder kann man die genaue Version für ein Kommando angeben? Und wie genau ist die Syntax? Wenn ich genau weiss, aus welcher Quelle ein Paket stammt, wie kann ich gezielt nur diese eine aktivieren und alle anderen deaktivieren, um je nach Tool Zeit zu sparen?

Hier mal ein paar Kommentare/Kritikpunkte zu den Tools, die ich bisher verwendet habe (fast ausschliesslich unter SUSE Linux):

apt:

  • unterschiedliche Kommandos apt-get, apt-cache (zumindest SUSE vereinfacht das zu apt)
  • kann nur sein eigenes Format
  • Unterstützung von apt-Repositories wird bei SUSE langsam abgeschafft
  • von der Übersichtlichkeit und dem Bedienkomfort gefällt mir das Tools fast am Besten

yum:

  • tierisch langsam (braucht für seine Meta-Daten länger als apt update und apt upgrade zusammen)
  • die Ausgaben sind generell unübersichtlicher als z.B. bei apt (Ausgabe von yum search … erschlägt einen z.B. völlig)

smart:

  • keine kompakte Anzeige, welche Version eines Paketes in welchem Channel verfügbar ist
  • auf meinem System ist nirgendwo eine Textdatei (oder mehrere), in der die Channels konfiguriert sind, die liegen binär in /var/lib/smart/config

Prinzipiell schwebt mir da so eine Art „Kommando-Matrix“ vor, in der man für mindestens diese drei Tools auflistet, wie genau die Syntax jeweils für ein und dieselbe Aufgabe lautet (oder ob das überhaupt geht).

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ncftp Bookmark-Verwaltung

Was mich schon immer gestört hat: speichert man Bookmarks in ncftp ab, wird neben der URL auch gleich die IP-Adresse des Servers gespeichert. Diese wird dann bei jedem Aufruf benutzt, was z.B. bei dyndns-Adressen wenig Sinn macht. Ansonsten ist das Programm ja nahezu perfekt…

Vielleicht hat ja schon jemand einen Patch dazu geschrieben. Ob ich die nötigen Änderungen selbst vornehmen könnte, weiss ich erst, wenn ich mir den Quelltext mal angesehen habe.