Mal was ohne IT…

Aktuell jetzt durch Karl-Theodor zu Guttenberg (http://www.nachdenkseiten.de/?p=8427) oder damals 2009 durch Peter Chen bzw. einen seiner Mitarbeiter (http://www.sueddeutsche.de/wissen/-1.41024) darf man sich anhören, dass bei Doktorarbeiten „doch eh jeder abschreibt“ oder „alle ihre Daten fälschen“.

Es ist ziemlich ermüdend, dass offenbar viele schnell dabei sind und alle Doktoranden über einen Kamm scheren. Sie verkennen einerseits, dass Forschung davon lebt, auf den Ergebnissen alter Forschung aufzubauen. Und dass andererseits dazugehört, diese durch eigene Leistung zu erweitern.

Nachtrag 27.02.2011: auf zwei Seiten möchte ich noch hinweisen, die das besser als ich zusammengefasst haben:
http://www.piratenpartei.de/110218-Warum-Guttenberg-kein-Pirat-ist
http://offenerbrief.posterous.com/causa-guttenberg-offener-brief-von-doktorande

Nachtrag 05/06.03.2011: der mittlerweile erfolgte Rücktritt wurde m.E. gut kommentiert in http://www.nachdenkseiten.de/?p=8523 oder in http://www.youtube.com/watch?v=uc6V79Vk4D4

Nachtrag 12.03.2011: und etwas über KTzG hinaus gehen http://www.stern.de/kultur/tv/die-medien-und-guttenberg-1660990.html und http://www.faz.net/-01pcxk

Nachtrag 26.04.2011: lange war es still, in der Zwischenzeit gab es aber noch einmal ein paar Meldungen zum Prüfbericht der Uni Bayreuth, sowie neue „Player“ auf dem Parkett der Doktorarbeitsplagiate:
http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,756367,00.html
http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,756430,00.html
http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,756858,00.html
http://www.nachdenkseiten.de/?p=9050

http://www.stern.de/1674263.html
http://www.stern.de/1674486.html

Nachtrag 14.05.2011: Mittlerweile ist es soweit, Veronica Saß wird der Doktor-Titel entzogen
http://www.sueddeutsche.de/X5d38x/4087115/Ein-Fall-fuer-die-Plagiat-Detektive.html
Und auch bei Silvana Koch-Mehrin sieht es danach aus. Sie ist bereits von allen Ämtern zurückgetreten
http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,762154,00.html

Erstes gekauftes ebook

Heute sollte es also soweit sein, ich hab‘ mein erstes ebook gekauft. Zu Testzwecken fand ich es ganz praktisch, dass Empört Euch! nur 3,99 EUR kostet und ich eh darüber nachgedacht hatte, mir das zu kaufen.

Zuerst habe ich versucht, das Ganze unter Linux zu realisieren. Als erstes braucht man Adobe Digital Editions. Leider sagt einem die Seite, dass das eigene System nicht den Anforderungen (Windows oder Mac) entspricht. Zum Glück gibt es ganz unten einen Link „Installation Tech Note“, dort findet man einen direkten Download-Link für die Windows EXE.

Auf meinem Rechner habe ich Wine 1.3.13 installiert, damit tut ein einfacher Doppelklick auf die EXE. Installiert und gestartet soll man erst einmal eine Adobe-ID einrichten, damit man DRM geschütztes Material später auch auf mehreren Geräten lesen kann. Gut, das schnell nachgeholt und den Computer autorisiert.

Jetzt geht es daran, das Buch zu kaufen. Alles ganz easy im normalen Bestellprozess. Bei Bookzilla bekommt man am Ende den Hinweis, dass der Download in Kürzen unter den eigenen Downloads auftaucht. Also den Link geklickt und „Öffnen mit: Digital Editions“ ausgewählt. Das Programm öffnet sich, lädt das Buch runter und man kann los lesen.

Doch hier scheint unter Linux erstmal Schluss zu sein. Um das Buch auf den Reader zu übertragen, soll man den per USB anstöpseln, Digital Editions würde den erkennen und auch um Autorisierung bitten. Aber bei USB ist bei Wine offenbar Schluss. D.h. auf dem Linux-Rechner lesen geht, nicht aber das Übertragen an den Reader.

Also das ganze Spiel auf meinem Win-Laptop wiederholt, das Buch erneut heruntergeladen, … , nichts 😦
Kann gut sein, dass es Probleme gab, weil nach langer Zeit der Nicht-Nutzung erst einmal eine Update-Orgie anstand. Also mal Reboot und nochmal gucken.
Im zweiten Anlauf hat es dann funktioniert: Reader anstöpseln und Digital Editions präsentiert automatisch die Autorisierung des Geräts, welches dann auch im linken Bereich des Programms angezeigt wird. Dann funktioniert auch Drag’n’Drop des Buches auf den Reader.

Tja, mir wäre aber trotzdem lieber, dass das auch unter Linux funktioniert…