Rezension "Sony PRS 350 Reader Pocket Edition" Teil 1: wie finde ich meine Inhalte wieder

Heute möchte ich mit einer kleinen, wahrscheinlich unregelmäßigen Reihe beginnen, in der ich einzelne Aspekte meines eBook-Readers beschreiben möchte.

Auftakt soll die Übersicht über die auf dem Gerät gespeicherten Medien sein.

Fangen wir mit einem Foto des Startbildschirms an:
Startbildschirm hochkant

Ganz oben befindet sich das aktuelle Buch, in dem man zuletzt gelesen hat. Darunter die drei zuletzt hinzugefügten Bücher plus die Möglichkeit, in die komplette Bücherliste zu springen. Und wieder ein Stück tiefer gibt es noch weitere Funktionen, von denen ich „Sammlungen“ am wichtigsten finde. Dort kann man sich beliebige Sammlungen anlegen, in die sich die Bücher dann einsortieren lassen. Wie man sich das gliedert, ist eine Sache des Geschmacks. Vielleicht „Sachbücher“, „Romane“ oder auch „Fantasy“, „Science Fiction“, „Beruf“, „Politk“, …, wonach mal halt gerne gliedern können will. Letztendlich ist es ein Filter auf die Bücherliste, d.h. die Sammlungen präsentieren sich ansonsten wie die komplette Bücherliste.

Standardmäßig ist die Ansicht „Miniaturbilder“ eingestellt:
Bücherliste Miniaturbilder hochkantBücherliste Miniaturbilder quer
Bei „echten“ Büchern sieht man ihr Cover, bei Webseiten z.B., die man sich als PDF gespeichert hat zum offline lesen, quasi eine Vorschau der ersten Seite.
Was man hier gleich erkennt: es sind nicht gerade viele Bücher, die man auf einen Blick erfassen kann. Außerdem wird der Titel des Buches nach ca. 20 Zeichen abgeschnitten. Das ist nicht viel, vor allem, wenn man bedenkt, dass bei fehlenden Meta-Daten nur der Dateiname angezeigt wird, der leider auch schonmal mit dem Erstelldatum oder dem Namen der erstellenden Applikation beginnt, so dass die spannenden Teile gar nicht zu sehen sind.
Hier gibt es auch keinen wesentlichen Unterschied zwischen der Ausrichtung hochkant oder quer.

Eine andere Ansichtsart ist „Liste“, wo man den Titel und das Datum des Hinzufügens sehen kann:
Bücherliste Liste hochkantBücherliste Liste quer
Hier sieht man in der Hochkant-Ansicht 10 statt 9 Büchern und der Titel wird nicht ganz so schnell abgeschnitten. In der Quer-Ansicht sind es dann nur noch 7 Bücher, aber man hat noch etwas mehr Platz für den Titel. Sind die Meta-Daten aber nicht gut genug, muss man immer noch damit kämpfen, wenn mal die Anzeige mit „Microsoft Word – 2011_Magisterarbeit“ beginnt.

Die Ansicht „Nur Titel“ bringt da noch ein kleines bisschen mehr:
Bücherliste nur Titel hochkantBücherliste nur Titel quer

Aber dafür wird vergleichsweise viel Platz verschwendet, wenn bei den meisten Büchern der Titel kurz genug ist.

Leider kann man sonst nichts weiter einstellen. Z.B. die Schriftgröße. Ich persönlich denke, dass ich mit einer dezent kleineren Schrift auch noch klarkommen würde.
Wie gesagt, es passen in den beiden Ansichten ohne Cover hochkant nur 10 Bücher auf einen Bildschirm. Mit Cover ist es nur eins weniger, dafür reicht dann der Platz für die Anzeige des Titels in den seltensten Fällen aus.
Ich habe bisher weniger als 50 Medien auf dem Gerät und habe schon nicht mehr das Gefühl, einen Überblick zu haben, was sich darauf befindet. Mir ist ehrlich gesagt ein bisschen schleierhaft, wie man damit zurechtkommen soll, wenn man mal 1000 Bücher hat. Die Speicherkapazität würde jedenfalls reichen.

Möglicherweise muss ich mir angewöhnen, bei jedem Aufspielen am Rechner eine Textdatei zu erzeugen, die eine irgendwie geartete, bessere Übersicht ermöglicht. Die kann man dann als Buch aufrufen und dann wenigstens die Schriftgröße verringern.

Zum Schluss vielleicht noch zwei weitere Fotos, die einen Vergleich von Größe und Schriftbild mit gedruckten Werken erlauben:
GrößenvergleichSchriftbildvergleich2

Und darum habe ich keinen Kindle gekauft…

Erfahrungsbericht eines Nutzers bei Telepolis: Adieu, Kindle

Gut, der Titel dieses Beitrags ist ein wenig überspitzt, aber ich stand damals natürlich auch vor der Entscheidung „Kindle oder ein anderer Reader“.

Abgesehen von der Tatsache, dass man den Kindle nicht in der Buchhandlung um die Ecke ausprobieren konnte, wie das mit vielen anderen eReadern möglich war, hat mir die starke Bindung an Amazon nicht gefallen. Der Kindle setzt als einziger nicht auf ePub sondern auf sein eigenes Format. Zudem gab es damals schon Aufregung, als ausgerechnet der gekaufte Roman 1984 remote von Amazon gelöscht wurde (Amazon löscht gekaufte Kindle-eBooks).

Und wenn ich jetzt lese, dass man mit einem Kindle nichtmal die verschiedenen Shops des gleichen Anbieters ohne Probleme nutzen kann, bin ich recht froh, mir ein Gerät gekauft zu haben, wo ich nahezu jeden Shop (außer Amazon) nutzen kann, und wo ich auch gekaufte Bücher im gleichen Format weiterverwenden kann, sollte ich mal ein anderes Reader-Modell (außer dem Kindle) kaufen.